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Die Kunst des Starrens - Textauszug - Gerechtigkeit

Die Kunst des Starrens - Gerechtigkeit

„Meinst Du, dass unser Staat gerecht ist?", frage ich Olaf, den Sohn des Apothekers, als wir auf einer Parkbank sitzen und gemeinsam starren und denken.

„Ich weiß nicht", antwortet dieser und nachdem wir eine Weile geschwiegen und dabei gestarrt, gestarrt und dabei gedacht haben, kommt mir eine Idee.

„Kann ein Staat denn überhaupt gerecht sein", frage ich mich und dann, nachdem ich den Gedanken eine Weile durchdacht und dabei gestarrt habe, sage ich zu Olaf, dem Sohn des Apothekers:

„Ich glaube nicht, dass ein Staat gerecht sein kann, wenn nicht die Summe der Bürger, die ihn bildet gerecht ist."

„Aber was ist mit der Institution Staat ?", fragt Olaf, der Sohn des Apothekers,

„ist es nicht vielmehr die Frage, ob es eine institutionalisierte Gerechtigkeit gibt?"

,fragt er weiter und streicht sich dabei unbewusst über seine Mütze, was mich dazu verleitet, ebenso unbewusst über den Schirm meiner Mütze zu streichen, während wir starren und denken.

„Man kann den Staat nicht personalisieren, ebenso wenig, wie man Gerechtigkeit institutionalisieren kann", sage ich darauf zu Olaf, dem Sohn des Apothekers,

„weil ein Staat letztendlich nicht mehr als ein Volk, ein Volk mit einer Verfassung ist.

Wenn aber das Volk gerecht ist, so ist es auch der Staat. Man sollte also selbst gerecht sein, anstatt Gerechtigkeit von einem Konstrukt zu fordern."

„Wenn also der Staat nicht gerecht ist", sage ich zu Olaf, dem Sohn des Apothekers, dann bedeutet das doch nur, dass wir, das Volk, nicht gerecht sind."

Hierauf schweigen wir eine Weile, schweigen, denken und starren unseren Gedanken hinterher.

„Leviathan", sagt Olaf, der Sohn des Apothekers nach einer Weile und erhebt sich von der Bank, während ich weiter sitzen bleibe, über Gerechtigkeit nachdenke.
„Leviathan", sagt er noch einmal, dann erhebe auch ich mich und wir gehen zurück in die Apothekerssohnwohnung von Olaf, dem Sohn des Apothekers.

 

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3.4.08 18:00
 


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